Der junge König   

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junge König

Der junge König



Die neueste Ausgabe dieser Serie erschien am 15.04.2016

Der lange Weg zur Knollennase! 

Als vor 30 Jahren die ersten "Schwulcomix" eines unbekannten Tischlergesellen aus Dortmund erschienen, waren die Einflüsse ganz verschiedener Vorbilder wie Robert Crumb oder Gerhard Seyfried zu spüren. Der junge Zeichner tobte sich aus und fabulierte wild drauflos, dass manchem Betrachter die Luft weg blieb, von Märchen über Science Fiction bis zur Pornofantasie war alles vertreten. Die oft anarchistisch anmutenden Geschichten vermitteln noch heute die Lust dieses jungen Mannes, sich mit der Szene, dem Alltag, seiner Sexualität zu beschäftigen.

Es hat lange gedauert, bis Ralf Königs Figuren ihr heutiges Erscheinungsbild gefunden hatten. Die bulligen Kerle mit gewaltigem Schädel und Nussknackergesicht wurden kleiner und schlanker, dafür wurden ihre Nasen immer größer. Als der zweite Band der Schwulcomix erschien, war in der Berliner Zeitschrift "Siegessäule" zu lesen: "Ralf König hat seinen Stil gefunden, seine Figuren und Gesichter werden charakteristisch (Hurra, es ist uns ein schwuler ‚Seyfried' geboren!), sein Witz ist zunehmend böse und hinterhältig, die hoffentlich kichernde Schwulenbewegung, der dieser Band gewidmet ist, hat ihren Zeichenstiftchronisten."

Heute ist Ralf König ein Star. Seine Figuren sind weit über Deutschland und weit über die Szene hinaus beliebt. Ihre Abenteuer erscheinen in der FAZ und werden zu Theaterstücken und Spielfilmen bearbeitet. Er ist ein moderner Klassiker geworden, seine Themen haben sich geweitet. Dies ist der richtige Moment, die ersten Gehversuche auf dem Weg zum Ruhm zu dokumentieren. Die zweibändige Sammlung "Der junge König" dokumentiert so die Geschichte des Erfolges. 

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