Tel Aviv Berlin   

Alles hat zwei Seiten. Ganz besonders Israel und Deutschland, und noch mehr gilt das für die beiden künstlerischen Zentren dieser Staaten: für Tel Aviv und Berlin. Einseitige Betrachtungen werden den vielseitigen Metropolen nicht gerecht, und das Schöne am Erzählen in Bildern ist, dass man solche Metaphern wörtlich nehmen kann. Deshalb haben die Autorinnen und Autoren des Reisebuchs "Tel Aviv Berlin" im Kampf gegen die Einseitigkeit jeder Stadt jeweils zwei Seiten gewidmet. Alle Beteiligten haben jedoch zugleich auch die zwei Seiten ihrer eigenen Erfahrung in Bilder gefasst: die Heimat und die Fremde. Und so hat jeder Künstler im Kampf gegen die Einseitigkeit sogar vier Seiten zur Verfügung. Ist das zu kompliziert? Dann sagen wir einfach, dass eben auch die Vielseitigkeit mindestens zwei Seiten hat.

Und je größer die Vielseitigkeit, desto besser. Fünf Israelis und drei Deutsche über zwei Städte, das gibt bereits ein Oktett mit sechzehn Perspektiven. Aus Tel Aviv stammen dabei Rutu Modan, Yirmi Pinkus, Mira Friedmann, Itzik Rennert und Batia Kolton; Jan Feindt, Anke Feuchtenberger und Henning Wagenbreth dagegen kommen aus Berlin. Sie haben sich gegenseitig in ihren Städten besucht und dann das in Bildern und Worten festgehalten, was sie voneinander gelernt haben. Und das ist einiges, denn der fremde Blick lenkt den eigenen über das längst Bekanne hinaus, und der vertraute Blick hilft dem ersten übers bloße Staunen hinweg.

(Auszug aus dem Vorwort von Andreas Platthaus)


Komplett in Sondefarben und im Überformat gedruckt bietet "Tel Aviv Berlin" ein Fest für Liebhaber schöner und außergewöhnlicher Bücher.
Einband Hardcover
Seitenzahl 32 Seiten, farbig
ISBN 978-3-939080-45-9
erschienen 09.06.2010
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